Donnerstag, 7. Februar 2013

UUuuaaaahhh....!!!

Dass ich mich bereiterklärt hatte, bei der Erstkommunionvorbereitung hier mitzuhelfen, hatte ich schon geschrieben, daraus resultierten noch einige Elterntreffen, die mir immer mehr klarmachten, dass ich die Vorbereitung für dieses Jahr noch "über die Bühne" bringe, und dann ganz schnell wieder ausscheide (wobei mich der Gedanke nicht loslässt, dass "irgendjemand" doch vielleicht einen Grundstein legen muss...). Heute nun war ich (mit der Frau, die auch die Elterngruppen mit mir leitet) dran, die Kindergruppe zu leiten. Thema: "So feiern wir Heilige Messe" (oder so).
Oh je war das furchtbar!!!
Davon abgesehen, dass die meisten der Kinder (9 Stück) ohnehin so gut wie keine Ahnung von irgendwas (bezüglich der Messe) hatten, waren sie auch echt unerträglich und aufgedreht (7 Jungs, 2 Mädchen). Im Vorfeld konnte ich mir nicht vorstellen, dass eine Stunde so schrecklich lang sein kann.
Nun kann man ja nicht behaupten, dass ich mit Kindern und Jugendlichen keine Erfahrung habe (ich habe wirklich jahrelang eine eigene Jugendgruppe - allerdings nur Mädels - geleitet, zusätzlich noch viele Ferienfreizeiten etc. ), aber hier war ich echt fehl am Platz.
Ich bin sprachlos...
Take-home-messages...:
1.) Diese Kinder sollen (dürfen...) dieses Jahr zur Erstkommunion gehen. Echt jetzt?!?!!??!!!
2.) Die Unwissenheit der Kinder kommt ja nicht von ungefähr - das Verhalten vermutlich auch nicht.
3.) Mädchen in der 3ten Klasse müssen schon Wimperntusche tragen. Nochmals: echt jetzt?!!??! --> Da habe ich noch laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaange mit Puppen gespielt.
4.) Lehrerkinder (auch noch mein Kollege) sind echt schlimmer...
5.) ... --> daraus resultiert: ;-) lieber doch keine Kinder... ;-) - und wenn, dann nur Mädchen! ;-)

So, und jetzt werde ich (das ist der positive Aspekt, jetzt kann ich das endlich mal genießen) zur Erholung meinen Unterricht für morgen vorbereiten.

Und, Herr, bitte segne diese Kinder und ihre Eltern. Auch, wenn sie es selbst nicht begreifen und die äußeren Umstände nicht günstig sind, "nutze die Chance" und erfülle sie ganz mit Deiner Gegenwart und Deiner Liebe, wenn sie vor Deinen Altar treten. Überflute sie mit Deiner Liebe und pflanze eine Sehnsucht in ihre Herzen, die auf Dich hin ausgerichtet ist. Gib ihnen Menschen an die Seite, die ihnen auf ihrem Weg zu Dir Vorbild und Begleitung sein können. 
Amen. 

Sonntag, 3. Februar 2013

Vertrauen

Gestern fand - nach langer Vorlaufzeit - (für mich als Nachwehen des Pfingstgeistes...) das erste "Nightfever" in Stuttgart statt.
Im Vorfeld war mir die Aufgabe zugefallen, für Auf- und Abbau verantwortlich zu sein (und damit vor allem die Organisation, dass "alles" da ist). Die letzten Wochen und Tage hatte ich noch so einiges dafür vorbereitet, Leute angesprochen, geplant, organisiert, gebetet, etc., und dann war ich ziemlich unruhig, wie das alles werden würde, da mir klar war, dass nicht alle Beteiligten gleichermaßen organisiert waren.
Und dann kam der gestrige Tag - und es kamen so viele wunderbare Leute, die alle mithelfen wollten, die begeistert waren, die alle Aufgaben übernehmen konnten - und es funktionierte. Es funktionierte nicht nur, sondern es wurde richtig großartig! Ein ergreifender und sehr gesegneter Abend.
Als ich mir nach der Hälfte des Abends auch einmal eine Auszeit in der Anbetung gönnte, sauste der Hammer der Erkenntnis auf mich herab: Ich war so kleingläubig im Vorfeld und hatte so wenig Vertrauen. Unser HERR hat den Abend so viel großartiger werden lassen, als ich mir das je erträumt hätte. ER hat dafür gesorgt und ich habe viel zu wenig darauf vertraut. ER ist so groß.

--> DANKE
 - IHM, dem HERRN, für SEINE Gnade
 - allen großartigen Helfern
 - allen, die für das Gelingen gebetet haben!!!

--> Chiqitacs Fazit: Schenke mir die Gnade, Dir immer mehr vertrauen zu können, Dir ALLES zutrauen zu können, auf Dich allein bauen zu können, großer Gott!

Dienstag, 18. Dezember 2012

O Adonai

O Adonai, et Dux domus Israel,
qui Moysi in igne flammae rubi apparuisti,
et ei in Sina legem dedisti:
veni ad redimendum nos in brachio extento.

O Herr und Führer des Hauses Israel, 
im flammenden Dornbusch bist du dem Mose erschienen,
und hast ihm auf dem Berg das Gesetz gegeben. 
O komm, und befreie uns mit deinem starken Arm.


Komm, oh Herr und befreie uns!
...wie ich diese Antiphon liebe...

Sonntag, 18. November 2012

Lieber Heiliger Vater



Lieber Heiliger Vater,

schon lange wollte ich Ihnen schreiben, verschiedenste Anlässe habe ich verstreichen lassen, ich hätte Ihnen zum Geburtstag und zum Jubiläum und zu allen möglichen Gelegenheiten schreiben können, und habe es nicht getan. Heute nun ergreife ich die Gelegenheit, um Ihnen zu sagen, wie sehr Sie mich beeindrucken, wie sehr Sie mich faszinieren und wie Sie mein Herz zum Überlaufen bringen.
Aufgewachsen in einem hinreichend christlichen, aber nicht äußerst katholischen Umfeld, war ich als Kind und Jugendliche sehr geprägt von der Kirche in Deutschland. „Wir“ verehrten Ihren Vorgänger, den Seligen Johannes Paul II., und waren in seinen letzten Lebensmonaten besorgt, wie es wohl mit der Kirche nach seinem Pontifikat weitergehen würde. In diesen Monaten begann ich zum ersten Mal, mir Gedanken darüber zu machen, wer sein Nachfolger werden könnte, aber ich kannte natürlich nicht die Quellen, denen ich hätte vertrauen können. Aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen überlegte ich mir, dass doch der nächste Papst vielleicht Deutscher sein könnte und aus mir ebensowenig nachvollziehbaren Gründen kamen sofort Sie mir in den Sinn. In meinem eher liberalen Umfeld waren Sie bekannt als ein sehr konservativer Kardinal, der nicht unbedingt ein „Kardinal für’s Volk“ war. Irgendetwas in mir hat mich bewogen, Sie besser „kennenzulernen“, ich habe mir Bücher von Ihnen besorgt und habe dort einen intelligenten, tiefgläubigen Menschen entdeckt. Schritt für Schritt empfand ich immer mehr Sympathie für Sie.
Und dann starb Johannes Paul II. Er, der kurz nach meiner Geburt zum Papst gewählt wurde, der also praktisch der einzige Papst war, den ich kannte, der so etwas wie „mein Papst“ war. Sie hatten die Verantwortung für dieses wunderbare Requiem – und das Konklave begann. Und ich begann, mitzubeten und mitzuhoffen.
Schließlich kam jener 19.April 2005. Ich erinnere mich genau: ich war noch im Labor und das Internet meldete, dass weißer Rauch aus der Sixtinischen Kapelle aufsteigen würde. Ich begann zu rechnen, es würde mir nicht reichen, nach Hause zu fahren und versuchte, einen Livestream zu finden, den ich auch fand, der aber nicht sehr stabil war (da vermutlich so viele Menschen live dabei sein wollten). So saß ich also an der Uni im Labor, umgeben von lauter nicht gläubigen Kollegen und wartete. Als Kardinal Estevez auf den Balkon trat, um uns die große Freude zu verkünden, war ich höchst gespannt und als er bei „….Josephum….“ war, war ich mir sicher, dass nur noch „Ratzinger“ folgen konnte – und ich sollte recht behalten. Meine Freude war wahrhaftig riesengroß.
Lieber Heiliger Vater, und dann traten Sie auf den Balkon und Ihre ersten Worte, dass Sie ein einfacher und bescheidener Arbeiter im Weinberg des Herrn seien und im Vertrauen auf die immerwährende Hilfe unseres Herrn voranschreiten, brachten in mir viele Saiten zum Schwingen.
Diese Saiten haben nicht mehr aufgehört zu Schwingen. In den über sieben Jahren Ihres Pontifikates hatte ich die große Freude, Sie zum Weltjugendtag in Köln und bei Ihren Deutschlandbesuchen „sehen“ zu dürfen.
In meinem Glaubensweg sind Sie nun schon lange zu „meinem Papst“ geworden, zu „meinem geliebten Heiligen Vater“ (auch, wenn man so etwas im Deutschen vielleicht nicht so ausdrücken würde). Ich danke Ihnen herzlich für Ihren Einsatz für uns, für unsere Kirche, für unseren Herrn und Gott. Ich danke Ihnen für das leuchtende Vorbild, das Sie sind, ich danke Ihnen für Ihre klugen Worte, die mich oft im Innersten berühren, ich danke Ihnen für all Ihr Sein, das Sie ganz dem Herrn übergeben haben.
Mein geliebter Heiliger Vater, ich bete weiterhin für Sie und bitte darum, dass Sie unserer Kirche noch lange in Gesundheit und Schaffenskraft, mit Ihrer Intelligenz und Demut erhalten bleiben, dass Sie viele Menschen auf den Weg zu unserem Gott bringen können, dass Sie unsere Kirche weiterhin in Weisheit und Weitsicht leiten können.
Mein größter Wunsch ist, Sie einmal wirklich „live“ treffen zu können und von Ihnen gesegnet zu werden (Ich denke, dass dieser Wunsch sich vermutlich nicht erfüllen wird; darum baue ich dann darauf, ihn in der Ewigkeit erfüllt zu bekommen).

In großer Dankbarkeit und tiefer Zuneigung,
chiqitac

Mittwoch, 14. November 2012

My GOD

mein Gott

my Lord        mein Herr
my Saviour    mein Retter
my Salvation  mein Heil
my Joy          meine Freude
my Peace      
my Freedom   meine Freiheit
my Love

mein Gott

mein Alles
der Grund meiner Freude
der Allmächtige    the Almighty
der Ewige
mein Hirte            my shepherd
mein Licht
der Barmherzige
der Heilige            the Holy
mein König           my King
der Treue
mein Schöpfer
der Wohlwollende
der Gütige
der Mächtige
der Eine und Einzige     the ONE and ONLY
the reason of my being
the love                die Liebe
der mir Freiheit verheißen hat
mein Trost - mein Tröster

mein Fels
meine Burg
meine Stärke
mein sicheres Heil
meine Zuflucht
mein RETTER

mein Gott


Meister! Rabbi! Rabbuni!

mein Gott

Montag, 15. Oktober 2012

Die Beichte evangelisiert die Evangelisierer

http://blog.archny.org/images/2012/02/CardinalDolanBlog.jpg
Seitdem ich vor fast zehn Jahren bei einem Besuch in Milwaukee den damaligen Erzbischof von Milwaukee, den heutigen Kardinal Timothy Dolan, kennenlernen durfte (und sehr angetan war von seiner freundlichen, aber doch bestimmten Art), verfolge ich interessiert seinen Weg. Kardinal Dolan hat einen eigenen Blog, auf dem auch sein Statement bei der Bischofssynode zu finden ist. 


"The great American evangelist, The Venerable Archbishop Fulton J. Sheen, commented, “The first word of Jesus in the Gospel was ‘come’; the last word of Jesus was ‘go’.”
The New Evangelization  reminds us that the very agents of evangelization must first be evangelized themselves. We must first come to Jesus ourselves before we can go out to others in His Holy Name."
...
"But, the sacrament of reconciliation evangelizes the evangelizers, as it brings us sacramentally into contact with Jesus, who calls us to conversion of heart, and inspires us to answer His invitation to repentance."
...
"The Second Vatican Council called for a renewal of the sacrament of penance, but what we got instead, sadly, in many places, was the disappearance of the sacrament."


Ja, Eminenz, da haben Sie vollkommen recht. 
Vielen Dank für diese Worte, ich schließe mich an, "ich bin" das Problem für die Welt. 
Dies zuzugeben führt zu einer Bekehrung des Herzens, wie Kardinal Dolan schließt. 


Montag, 8. Oktober 2012

Mein Ja(hr) des Glaubens

...wird ein ganz besonderes werden.
Hoffe ich.....
Glaube ich!

Ich konnte einen Priester gewinnen, mich ein Jahr lang geistlich zu begleiten (allerdings findet das erste "richtige" Treffen erst nächste Woche statt - ich hoffe, das passt...!). Ziel: hoffentlich endlich SEINEN Ruf so verstehen, dass ich erkenne, welchen Weg ER mir zugedacht hat; meine Berufung zu erkennen, meine Lebensentscheidung zu treffen.
Ich bin schon ganz aufgeregt, wenn ich dies nur schreibe - ich freue mich und fürchte mich auch. (Es fällt mir schwer, dies zu schreiben - dadurch ist's offiziell - ich kann mich nicht mehr "drücken" und habe Zeugen).

Oh HERR, DU weißt, dass dies ein wunder Punkt ist, ein langer Weg war.
HERR, gib, dass ich DEIN Wort höre, DEINEN Ruf verstehe, DEINEN Willen erkenne. Gib mir den Mut und die Kraft, diesen Ruf dann auch mit meinem "ja" zu beantworten. Und dann, HERR, schenke mir inneren Frieden und die Freude, DEINEN Willen zu erfüllen.

Deus, in adiutorium meum intende - Domine, ad adiuvandum me festina!