Sonntag, 8. Juli 2012

Aufgefangen

Wie nett. Gerade komme ich von meinem Kollegen und seiner Frau zurück, die mich vorher spontan (nachdem ich ihn leicht panisch angerufen hatte - Grund folgt gleich) zu sich eingeladen hatten, und dann auch noch ihr Abendessen mit mir geteilt haben - Einfach, weil sie dachten, ich könnte ein wenig Abwechslung gebrauchen und es täte mir gut, mit jemandem zu reden. Ich bin sehr dankbar und freue mich über dieses kleine und doch so große Zeichen!
Jetzt zum Schuljahresende habe ich noch viele Klassenarbeiten hier liegen, die korrigiert werden müssen, so dass dieses Wochenende fest zum korrigieren eingeplant war. Freitag und Samstag habe ich das auch geschafft und Sonntag hatte ich mir frei gegönnt, wollte mich aber gegen 17 Uhr dann nochmals an die Arbeit machen. Das tat ich dann auch, echt entspannt (auf der Terrasse, froh, dass ich noch ein paar Stunden investieren konnte).... bis ......  ich mich nicht erinnern konnte, von einem speziellen Schüler bereits eine Antwort gelesen zu haben..... - und siehe da: ich konnte seine Arbeit nicht finden..... Aaaaaah.... UND JETZT?! - Zunächst habe ich in meiner Wohnung alles auf den Kopf gestellt, geschaut, ob ich die Arbeit vielleicht zu einer anderen dazugeheftet hatte, oder ob sie irgendwo heruntergerutscht ist,.... , dann bin ich in die Schule gefahren - auch dort: nichts. Und dann: habe ich leicht panisch meinen Kollegen angerufen ;-))) - nach 2 Stunden Suchen (umsonst!). 
Eigentlich kann ich zu 98.9 % ausschließen, dass ich diese Arbeit verbummelt habe, beweisen kann ich das allerdings nicht. Unterstellen will ich nun auch nichts, allerdings war mir eben jener spezielle Schüler auch schon in der letzten Arbeit mit einigen Ungereimtheiten aufgefallen. Hhhm. In dubio pro reo, ich weiß, aber blöderweise ist er auch noch einer, bei dem es mit auf diese Arbeit ankommt, ob er versetzt wird, oder nicht. 
Und wenn er die Arbeit wirklich abgegeben haben sollte, dann ist es auch gemein für ihn, dass ich sie nicht mehr habe. Allerdings ist das nicht mehr zu ändern. Und so bleibt mir nur, ihn morgen direkt anzusprechen und einmal seine Reaktion abzuwarten - und dann anzukündigen, dass er entweder beim Nachtermin nochmals mitschreiben kann, oder dass ich ihn mündlich prüfe.  *seufz*.
Wahrscheinlich hat der andere Kollege Recht, der meinte, man müsse einfach (als Junglehrer) jeden Fehler einmal machen (bzw., in jedes Fettnäpfchen einmal treten), damit man beim nächsten Mal weiß, wie man sich verhalten muss...  - dann hoffe ich mal auf die Zukunft! - Und freue mich natürlich über die netten Kollegen, die einen im Fettnäpfchen nicht auslachen, sondern trösten! ;-)

Kommentare:

  1. Ich hoffe, alles klärt sich im Guten.
    LG
    Huppicke

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  2. Danke! Das Gespräch war ganz in Ordnung, das wird jetzt auch alles funktionieren. Ärgerlich bleibt es trotzdem (viel Zeit, die investiert wurde).

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